Naturkosmetik – Was sollte man beim Anbau von Zutaten beachtet werden

Naturkosmetik aus eigenem Anbau

Kosmetikprodukte sind ein wichtiger Bestandteil der Körperpflege. Sie sorgen für eine gesunde und gut aussehende Haut, helfen Problemen mit diesem größten Organ des Körpers vorzubeugen oder vorhandene Probleme zu lösen. Doch sind vor allem gekaufte Kosmetika sind selbst schon problematisch denn sie enthalten oftmals Zusatzstoffe, deren Wirkung auf die Haut nur unzureichend bekannt ist oder die gesichert von einigen Personen schlecht oder garnicht vertragen werden. Außerdem ist die industrielle Herstellung von Kosmetika oftmals an Tierversuche gebunden.
Aus all diesen Gründen entwickelt sich zunehmend ein Trend hin zur eigenständigen Herstellung von Kosmetikprodukten – den Naturkosmetika.
Dabei Handelt es sich um ein bunt gemischtes Sortiment aus Zutaten, die genau bekannt sind und durch ihre gesicherte Herkunft, sowie das Fehlen von chemischen Konservierungsstoffen in ihrer ursprünglichen Form vorliegen, sowie um großteils pflanzliche Zutaten, die selbst gesammelt oder sogar im eigenenGewächshaus angebaut werden. Welche Zutaten man braucht, hängt maßgeblich von dem angestrebten Endprodukt ab, jedoch sind natürliche Fette als Trägersubstanzen, Bindemittel sowie Emulgatoren zur Stabilisierung der Mischungen wichtige Grundbestandteile. Darin eingerührt werden vielerlei pflanzliche Bestandteile
Naturkosmetik Zusatzstoff

Naturkosmetika bestehen neben verschiedenen Fetten als Grundsubstanz für Cremes, Salben und Lotionen vor allem aus bestimmten Pflanzen oder ihren Inhaltsstoffen. Die erfolgreiche Herstellung der eigenen Kosmetikprodukte steht und fällt mit der Beschaffung eben dieser Pflanzen.
Der Kauf der Pflanzen im Gartencenter mit anschließender Verarbeitung ist nicht empfehlenswert. Die frisch gekauften Pflanzen sind einerseits vergleichsweise klein und wären sehr schnell vollständig aufgebraucht und außerdem sind sie meistens mit Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln so stark belastet, dass ihre Anwendung am Körper durchaus als gesundheitliches Risiko angesehen werden kann. Auch das Sammeln von Pflanzen ist problematisch und nur erfahrenen Personen zu empfehlen. Die Pflanzen wachsen oft in der Nähe von Straßen, in Naturschutzgebieten oder an landwirtschaftlich genutzten Flächen, deren Schadstoffbelastung kaum abschätzbar ist. An möglicherweise geeigneten Orten ist es schließlich fraglich, ob die gesuchte Pflanze in so großen Mengen gesammelt werden kann, wie sie benötigt wird ohne den lokalen Bestand zu gefährden. Deshalb ist es empfehlenswert die regelmäßig genutzten Arten selbst anzubauen.

Manche Arten wie Ringelblumen und andere einheimische, einjährige oder winterharte Pflanzen auch frei im Garten oder auf der Fensterbank kultiviert werden, jedoch ist dies nicht immer von Vorteil.
Eine der bekanntesten Pflanzen für Naturkosmetikprodukte ist Aloe vera. Das Innere ihrer Blätter ist stark wasserhaltig, durchsichtig und lässt sich zu einer gelartigen Masse auspressen, die in Cremes verarbeitet die Haut kühlt, feucht hält und kleine Verletzungen und Reizungen sehr schnell abheilen lässt.

So nützlich diese Pflanze auch ist, so sehr zeigt sie, wieso für den Anbau von Naturkosmetik Zutaten ein Gewächshausunverzichtbar ist. Ein Gewächshaus bietet der Pflanze genug Sonne, sommerliche Hitze und vor allem kühle Temperaturen im Winter, wie sie in der Wohnung nicht vorherrschen. Unter solch idealen Bedingungen im Gewächshaus ist die Pflanze nicht so sehr mit überleben beschäftigt und kann Energie in die Produktion für uns interessanter Inhaltsstoffe stecken. Doch auch einheimische Pflanzen brauchen oft sehr lange im Frühjahr um richtig zu wachsen. Hier bietet ein Gewächshaus die Möglichkeit die Vegetationsperiode zu verlängern und Pflanzen zeitiger ernten zu können. Daneben ist das Gewächshaus die einzige Möglichkeit um tropische Pflanzen für die Naturkosmetik anzubauen wie beispielsweise Ylang-Ylang.

Zur weiteren Lektüre, Rezeptvorschlägen und geeignete Pflanzen eignen sich Kräuterbücher und Naturkosmetikbücher wie die Dorling Kindersley große Kräuter Enzyklopädie oder Naturkosmetik aus meinem Garten von Bodenstein und Schneider. Selbstverständlich wird es auch hier in weiteren Artikeln nützliche Tipps geben.

Zutaten für Naturkosmetik im Gewächshaus züchten

Kosmetik ist günstig, Naturkosmetik ist noch teurer. Denn sie wird mit teils schwer zu beschaffenden Rohprodukten bzw. in aufwändigen Verfahren aus natürlichen Produkten hergestellt. Um Naturkosmetik herzustellen muss man aber nicht zwangsläufig sehr viel Geld ausgeben. Denn man kann Naturkosmetik für die eigene Verwendung auch selbst herstellen. Dazu muss man einfach mal einen Blick in seinen Kühlschrank werfen. Oder man geht insGewächshaus im Garten. Denn auch dort findet man jede Menge Zutaten, die für die Herstellung von Naturkosmetik verwendet werden können. Dazu kommt: Es geht schnell und einfach Naturkosmetik herzustellen. Egal ob es sich um Masken, Peelings oder um Shampoos handelt.

Warum Naturkosmetik selber machen?


Da in heutiger Zeit öfters plötzlich gegen irgendwelche Stoffe Allergien auftreten, wenden sich immer mehr Verbraucher der Naturkosmetik zu. Die Auswahl in Drogerien ist hier groß. Nicht selten ist man aber gegen einen Inhaltsstoff auch allergisch veranlagt. Daher bleibt vielen überhaupt nichts anderes übrig, als ihre Masken, Peelings oder Shampoos selbst herzustellen.

Naurkosmetik
Zutaten im Gewächshaus ziehen

Wer einmal einen Blick auf die Rezepte für Naturkosmetik geworfen hat, der wird feststellen, dass man viele Rohprodukte auch selbst im Garten anbauen kann. Dadurch spart man sich das Geld für den Kauf. Und letztlich hat man durch die eigene Aussaat und Zucht auch die Gewissheit, dass keine Chemie verwendet wurde. Auf die Qualität der Samen muss man natürlich achten. Um lange Vorrat an Zutaten für die Herstellung der Naturkosmetik zu haben, ist es ratsam ein Gewächshaus im Garten aufzustellen. Dieses kann auch eine Alternative zu einem Heilpflanzengarten werden, wenn dafür nicht genügend Platz vorhanden ist. Im Gewächshaus können neben Tomaten und Gurken auch Kräuter wie Borretsch ausgesät werden. Zum einen kann damit zuhause Naturkosmetik hergestellt werden. Die Erzeugnisse aus dem Gewächshaus können aber natürlich auch zum Kochen, also zum täglichen Verzehr verwendet werden. Dank dem Gewächshaus kann auch im Herbst noch eine große Auswahl an Zutaten für die Herstellung der Naturkosmetik vorhanden sein.

Rezepte auswählen

Bevor man mit der Aussaat bzw. dem Setzen von Stecklingen für Heilkräuter und des Gemüses im Gewächshaus beginnt, sollte man sich allerdings einige Rezepte für Masken, Peelings und Shampoos heraussuchen. Die Vielfalt ist hier wirklich sehr groß. Dabei gibt es jede Menge wichtige Aspekte für die Auswahl der Rezepte. Hierzu gehört unter anderem die Hautfreundlichkeit, aber auch die Einfachheit der Zubereitung. Eventuell gibt es auch das eine oder andere Gemüse, auf das man allergisch reagiert. Dann muss ein Rezept variiert oder ein anderes ausgewählt werden. Bis man die richtigen Rezepte gefunden hat, die von ihrer Wirkung und auch von der Verträglichkeit und vom Duft her genehm sind, vergeht oftmals eine längere Zeit. Es heißt eben: Alles mal ausprobieren!

Grenzen der Naturbelassenheit

Auch wenn man als Fan von Naturkosmetik alles ablehnen sollte, was letztlich nicht aus dem eigenen Gewächshaus kommt, gibt es dennoch einige Grenzen. Denn in unseren Breiten kann auch nicht alles im privaten Gewächshaus gezogen werden. Und selbst die Profis müssen einräumen, dass der Zucht im Gewächshaus bei einigen möglichen Zutaten für Naturkosmetik Grenzen gesetzt sind. Ein Beispiel ist die Zucht von Kokospalmen, aus deren Früchten – den Kokosnüssen die wertvolle Kokosmilch gewonnen wird, die eine sehr beliebte Zutat für Naturkosmetik ist. Doch Kokospalmen benötigen nun einmal die natürlich Sonne und Wärme der Karibik. Kokosnüsse aus dem Gewächshaus gibt es nicht. Mit Kiwis ist es indes schon gelungen, dass man diese auch im Gewächshaus züchten und später für die Herstellung von Naturkosmetik verwenden kann.